Weihnachten Teil 3: Weihnachtsfeiern

Weihnachten ist zwar schon eine ganze Weile her, aber weil die Weihnachtszeit so anders ist als in Deutschland schreibe ich trotzdem noch darüber.

Heiligabend auf den Philippinen hat sich kaum nach Weihnachten angefühlt. Das mag daran liegen dass wir alleine zuhause waren und nicht wirklich etwas geplant hatten, oder daran dass Madita krank war, oder auch an den Temperaturen, die so gar nicht zu Weihnachten passen – abgesehen von dem Gottesdienst abends hat sich Heiligabend fast wie ein normaler Ferientag angefühlt. Sehr viel weihnachtlicher waren dagegen die Weihnachtsfeiern. Und davon gab es für uns gleich drei.

Den Auftakt hat die Feier des DepEd (Department of Education) am 12. Dezember mit den Lehrern mehrerer Schulen, sowohl öffentlich als auch privat und sowohl Grund- als auch weiterführende Schulen, gebildet. Jede Gruppe (in unserem Fall die Lehrer von sechs Schulen in Valladolid) sollte für das Programm am Nachmittag einen Tanz vorbereiten. Die erste Probe dafür war für den zweiten Dezember nach der Schule angesetzt – doof nur, dass die Schule, und damit auch die Probe, wegen einer Taifunwarnung ausgefallen ist. So haben wir dann erst am Montag vor der Feier tatsächlich angefangen. So schlecht können wir aber nicht gewesen sein, denn am Ende haben wir mit unserem Tanz den ersten von vier Plätzen belegt.

Am nächsten Tag, dem letzten Schultag, wurde dann in der Schule Weihnachten gefeiert. Zunächst haben wir an der Weihnachtsfeier der Nursery teilgenommen. Spannend an dieser Feier war vor allem, wie ähnlich sich trotz aller kulturellen Unterschiede Kinderspiele sind. So haben wir zum Beispiel Reise nach Jerusalem und Stopptanz gespielt. Und gewichtelt wurde natürlich auch. In der neunten Klasse gab es dann ein gemeinsames Mittagessen, und am Nachmittag wurde der erste Spatenstich für ein weiteres Gebäude gefeiert.

Die letzte Weihnachtsfeier war dann erst nach Weihnachten, am 29. Dezember mit der Jugend in unserer Gemeinde. Auch hier wurden, nach einem gemeinsamen Abendessen, Spiele gespielt und gewichtelt. Dabei gab es für jeden zwei Geschenke: Ein ernsthaftes und ein Schrottwichtel-Geschenk. Um Mitternacht gab es dann nochmal etwas zu essen – einen Geburtstagskuchen für Madita. Die meisten Jugendlichen sind danach nachhause gegangen. Da Madita und ich aber gemeinsam mit einigen anderen Jugendlichen in der Kirche übernachtet haben, saßen wir noch eine ganze Weile zusammen.

So haben wir zwar Heiligabend kaum gefeiert, hatten aber trotzdem zahlreiche Gelegenheiten in Weihnachtsstimmung zu kommen und die Weihnachtszeit zu genießen.

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