Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Jetzt auch mal ein Karibu sana von mir aus Tanzania. Mittlerweile bin ich bereits eineinhalb Monate hier. In dem Land über das ich, bevor ich mich mit dem Thema Freiwilligendienst ernsthaft auseinandergesetzt habe, nicht wirklich viel wusste. Ja irgendwo in Afrika, mit einem recht bekannten Berg oder so ähnlich. Und jetzt bin ich hier.

Natürlich kann ich jetzt noch nicht behaupten ich kenne Tanzania und das werde ich auch am Ende meines Freiwilligendienstes nicht behaupten können. Viel mehr werde ich einige Seiten und Facetten kennenlernen. Aber ich weiß jetzt schon du bist anders, als die Länder die ich bereits gesehen habe. Aber wo fange ich da am Besten an. Beim Essen, den Menschen, der Infrastruktur oder doch bei der Sprache? Am Besten einfach von Beginn an…

Mein großes Abenteuer begann am 12. September, an dem Tag als ich das erste Mal in meinem Leben ein Flugzeug betrat. Ja ich bin vorher noch nie geflogen, somit versetzte das meinem ökologischen Fußabdruck, den ersten größeren Dämpfer… Am Abend um 22:00 Uhr landete ich dann in Dar es salaam und als ich aus dem Flughafen trat, begrüßte mich eine schwüle Wärme, die noch auf den ereignisreichen Tag, der mir vorausgegangen war, schließen ließ. Tanzania du riechst nach Abenteuer.

Die erste Nacht auf dem mir noch unbekannten Kontinent verbrachte ich in einer Unterkunft etwas außerhalb des Zentrums, da es leider schon dunkel war, ließ sich nur erahnen, wie alles am Tag aussehen würde.

Am nächsten Tag ging es für mich schon früh weiter, da ich am Abend vorher noch gefragt hatte, wann und wo der nächste Bus nach Morogoro zu meinem Sprachkurs abfährt, konnte ich rechtzeitig meinen Wecker stellen.  Zum Glück wurde ich zum riesen Busbahnhof nach Ubongo noch gebracht und auch das Ticket wurde für mich gekauft, ansonsten wäre ich wohl ziemlich aufgeschmissen gewesen, in welchen von den vielen Bussen ich jetzt einsteigen muss. Dann habe ich noch zwei Busbegleitern (Conducter) Bescheid gesagt, dass ich am Junior Seminary in Morogoro aussteigen muss.

Die Fahrt verging dann auch wie im Flug, da es von der Landschaft so viel zu sehen gab und ich noch nicht wirklich realisiert habe, dass ich jetzt wirklich hier bin (Kleiner Spoiler: Das habe ich bis jetzt noch nicht). Aber als ich dann plötzlich das Schild mit der Aufschrift Junior Seminary an mir vorbeiziehen sah, war Schluss mit der Träumerei!

Nach diesem kurzen Schockmoment bin ich gleich zum Busfahrer und habe versucht zu erklären, dass ich doch aussteigen wollte. Was natürlich schwierig ist, wenn der gegenüber nur gebrochenes Englisch spricht und mir mein Kisuaheli Sprachkurs noch bevor steht. Das Ende der Geschichte lautet: Ja, er hatte mich vergessen! Jedoch hielt er daraufhin an und deutete mir auszusteigen, dort empfingen mich gleich mehrere Bodaboda (Motorrad) Fahrer, die alle wollten das ich doch bei ihnen mitfahren sollte. Ich versuchte verzweifelt klar zu machen, dass ich ja noch meine beiden Gepäckstücke hatte, was aber in dem Gerangel um meine Person etwas unterging. Als der Busfahrer dann einem der Fahrer Geld in die Hand drückte und mein Gepäck auslud, hieß es für mich dann Bodaboda fahren im Linksverkehr…Wie war das noch gleich auf den ganzen Seminaren? Denkt an eure Sicherheit, macht keine leichtsinnigen Aktionen mit? Super, das hat ja schonmal sehr gut funktioniert…Aber was soll ich machen, ohne Sim-Karte für ein Taxi, geschweige denn Geld in der Landeswährung. Ich kann nur sagen: „Nicht nachmachen!“

Aber ich bin sicher angekommen und die erste Herausforderung liegt also bereits hinter mir. Der Sprachkurs verlief dann sehr schön, es gab eine Wanderung, ein Besuch auf dem Massaii Markt, einen kürzeren Haarschnitt, viele neue Begegnungen sowie die Zertifikatvergabe am Ende der Woche.

Das nächste Mal berichte ich, wie ich mich hier in Tanzania bereits eingelebt habe. Bis dahin freue ich mich über Rückmeldungen.

Kwa heri!

Comments 1

  1. Dankeschön! 😘 Viele neue Eindrücke und ein paar kleinere Abenteuer weiterhin 😂! Auch zum Lesen für uns. . . .

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